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Das Foto zeigt die Mitarbeitenden bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen des Projekts „Wir helfen“.

Positives partnerschaftliches Miteinander

Volksbanker verschönern Insel Tobi

21.09.2026

Mönchengladbach. Konstantin Biermanns hat vorausschauend gedacht und zur Arbeit eigens eine Leiter von zuhause mitgebracht. Das ist für den 22-Jährigen durchaus unüblich, denn in seinem Job als Volksbanker kommt er in aller Regel ohne aus. Der Privatkundenberater ist einer von neun Mitarbeitenden der Volksbank im Rheinland eG, die an diesem Tag statt im Anzug in Arbeitskleidung zur Arbeit erschienen sind. Diesmal sind sie Teil des Genossenschaftsprojekts „Wir helfen“ und streichen einen Teil der Wände in den Räumlichkeiten des Insel Tobi e.V. auf der Kamillianerstraße in Mönchengladbach.

Und die sind zum Teil ziemlich hoch, meint sein Volksbankkollege Luca Siegmund: „Zunächst haben wir alles abgeklebt und den Malervlies ausgelegt.“ Eigentlich hat er wenig Zeit für lange Erklärungen, denn bis zum Abend sollen die umfangreichen Arbeiten erledigt sein. Die ersten Wände sind jedenfalls bereits gestrichen. „Ich habe schon ein paar Jahre nicht mehr renoviert, aber da fuchst man sich ja schnell wieder rein.“ Auch Konstantin Biermanns meint, dass es zügig vorangeht, „auch wenn es hier viele kleine Ecken gibt.“

Die Insel Tobi ist eine palliativpflegerische Einheit. „Ein Rückzugsort für unheilbar, chronisch erkrankte Kinder mit ganzheitlichem Behandlungskonzept“, heißt es dazu auf der Webseite des Vereins. Und: „Während die erkrankten Kinder Urlaub auf der Insel Tobi machen, haben die Familien Zeit zum Aufatmen und Krafttanken.“ Konstantin Biermanns ist beeindruckt von der Arbeit des Vereins, „seit ich nun einen kleinen Einblick habe.“ Er freue sich daher umso mehr, dass er mit seiner ehrenamtlichen Arbeit helfen kann.

Die Geschäftsführerin des Vereins Insel Tobi, Michaela Hölzle, ist froh über das Angebot der Volksbanker, mit Muskelkraft und mitgebrachten Farben, sowie auch allen anderen Utensilien, zu unterstützen: „Das hilft uns tatsächlich Geld zu sparen. Wir finanzieren uns nämlich ausschließlich über Spenden.“ Aus Freude und Dankbarkeit hat sie eigens Apfelkuchen gebacken und natürlich auch für Getränke gesorgt. „Wir werden bestens versorgt“, bestätigt Siegmund.

Diese Art Hilfe von außen sei längst nicht selbstverständlich, so Hölzle: „Die Unterstützung der „Volksbank ist super. Denn, ehrlich gesagt, viele bieten Hilfe an, schlagen dieses und jenes vor, aber dann hört man anschließend nichts mehr. Und das ist hier völlig anders.“ Von der ersten Idee bis zur Umsetzung habe es immer wieder Informationen über den Stand der Dinge gegeben: „Das war ein positives partnerschaftliches Miteinander.“

Während des ehrenamtlichen Engagements der Volksbanker seien natürlich keine Kinder auf der Insel, betont Michaela Hölzle: „Wir nutzen diese betreuungsfreie Zeit auch, um angesammelte Überstunden bei den Mitarbeitenden abzubauen.“

Andreas Ewerhardy, Betriebsratsvorsitzender der Volksbank im Rheinland eG, hat einmal ins Archiv geschaut: „Die Arbeit für die Insel Tobi müsste mittlerweile bereits der 30ste Einsatz sein. Gestartet haben wir damit in 2012.“ Anlass sei das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Genossenschaften gewesen. Aus den Reihen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei der Slogan „Gemeinsam schaffen wir eine bessere Welt“ aufgegriffen worden, und man habe sich für den ehrenamtlichen Einsatz in der Freizeit entschieden, um das Genossenschaftliche weiter nach außen zu tragen. „Wir haben bereits unter anderem in Kindergärten geholfen, gestrichen oder die Außenanlagen auf Vordermann gebracht. Wir haben aber auch eine Schlafstelle für obdachlose Männer verschönert“, beschreibt er die ganze Bandbreite des Projekts „Wir helfen“.

Ewerhardy kann nur jede Initiative und jeden Verein dazu ermutigen, sich mit einer Projektidee bei der Volksbank zu melden: „Wenn es passt, kommen wir gerne. Wir spenden zwar keine Geld, dafür bringen wir aber alles Notwendige mit.“ Diesmal seien unter den Ehrenamtlern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „die sich das erste Mal für einen solchen Einsatz gemeldet haben“, freut er sich. Er schätzt zudem den Effekt, den das Projekt auch nach innen hat.

Das bestätigt Konstantin Biermanns: „So weiß man, wer hinter dem Schreibtisch sitzt. Man sieht sich nicht nur auf der Weihnachtsfeier. Vieles lässt sich dann leichter besprechen.“ Er werde sich sicher auch an neuen Projekten von „Wir helfen“ beteiligen. Wie auch Luca Siegmund, der ebenfalls neu dabei ist: „Ich hatte immer schon vor mitzumachen. Nun hat es endlich geklappt.“

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